Ubuntu Server
19.10.2009 06:16
Autor: Michael Kofler
Untertitel: Installation, Konfiguration, Administration
Verlag: Addison-Wesley 2009, 511 Seiten
Preis: 39,95 €
ISBN: 978-3827327741
Die afrikanische Linux-Distribution mit dem schönen Namen Ubuntu, der mit „Menschlichkeit“ oder „Gemeinsinn“ übersetzt wird, hat im Bereich der Desktop-Betriebssysteme weltweit schnell zahlreiche Anhänger gefunden. Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass die erklärte Ausrichtung an dem Ziel der Benutzerfreundlichkeit ernst genommen wurde. Dass dieses Ziel auch für die Server-Variante maßgebend ist, belegt Michael Kofler in seiner kompakten Einführung.
Im Vergleich zu anderen Distributionen punktet Ubuntu durch einen klaren Release-Zyklus. Alle zwei Jahre erscheint eine neue LTS- Version (Lang Time Support), für die fünf Jahre lang kostenlose Sicherheits-Updates garantiert werden. Das Buch ermuntert gerade auch Neueinsteiger, es mit dem Aufsetzen eines eigenen Servers zu versuchen.
Im ersten Teil geht es um die Installation des Servers. Vor der Beschreibung des Installationsprogramms wird aber zunächst dafür geworben, von vornherein auf eine brauchbare Hardware-Ausstattung zu achten. Dazu dient ein Grundlagenkapitel zu den Partitionstypen, zu RAID - also dem redundanten Einsatz mehrere Festplatten zur Erhöhung der Ausfallsicherheit - und zu LVM, dem Logical Volume Manager. Der folgende Teil behandelt die Basiskonfiguration und die grundlegenden Verfahren der Administration. Der dritte Teil beschreibt die Konfiguration als LAN- oder Home-Server. Dazu gehören die Einrichtung eines Internet-Gateways, der Zugang zu Benutzerverzeichnissen und die Einbindung von Druckern ins Netz. Im vierten Teil steht dann die Einrichtung eines Root-Servers im Mittelpunkt, konkret die Konfiguration des Apache Webservers. Damit Webanwendungen auch etwas mit Daten anfangen können, wird auch die Einrichtung eines MySQL-Datenbank-Servers gezeigt. Außerdem wird noch ein eigener Mail-Server aufgesetzt. Damit der Server sicher und ungestört arbeitet, sind im fünften Teil die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen wie der Einsatz einer Firewall und der Schutz des WLAN-Zugangs durch ein Virtual Private Network (VPN) dargestellt. Den Abschluss bildet ein Überblick über die grundlegenden Backup-Verfahren. (Helmut Vonhoegen/am)
