IV oder Initialisierungsvektor
23.03.2009 08:03
Bei einem symmetrischen Blockverfahren wie DES wird immer nur ein bestimmter Abschnitt (Block) des Eingangstextes verschlüsselt. Der Text wird also Stück für Stück verschlüsselt und nicht auf einmal. Bei Verwendung eines Schlüssels ohne Initialisierungsvektor führt die Verschlüsselung von gleichen Teilen des Ausgangstextes zu exakt gleichen Verschlüsselungsblöcken. Ein Angreifer kann dies ausnutzen und Rückschlüsse auf den Schlüssel (!) ziehen. Um dieses Problem zu umgehen, bietet ein Verfahren wie DES einen Modus, bei dem der vorherige Textabschnitt Einfluss auf die Verschlüsselung und damit auf den verschlüsselten neuen Block nimmt. Hierbei wird dann allerdings ein initialer Textblock benötigt, um den allerersten Textabschnitt verschlüsseln zu können. Dies ist der Initialisierungsvektor (IV). (Jörg M. Freiberger/am)
